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Wichtige Erkenntnisse (Key Takeaways)
- Evolution des Displays: Apple verfolgt konsequent das Ziel eines randlosen iPhones, von den breiten Rändern des iPhone 7 über die Notch des iPhone X bis zur aktuellen Dynamic Island.
- Technologischer Sprung 2026: Berichten zufolge plant Apple für das iPhone 18 Pro die Verlegung der Face ID-Komponenten unter das Display.
- Design-Änderung: Ein neuer Report deutet darauf hin, dass die Frontkamera in die obere linke Ecke wandern könnte, statt zentriert zu bleiben.
- Langfristige Vision: Zum 20-jährigen iPhone-Jubiläum im Jahr 2027 strebt Apple ein vollständig unterbrechungsfreies „Edge-to-Edge“-Display an.
Apple verfolgt seit Langem eine klare ästhetische Vision: Ein Smartphone, das ausschließlich aus einem Display besteht. Das Ziel ist eine ununterbrochene Bildfläche, ohne auf essenzielle Funktionen wie die biometrische Sicherheit durch Face ID oder eine hochwertige Frontkamera zu verzichten. Diese Ambition hat in den letzten zehn Jahren zu signifikanten Designänderungen geführt. Aktuelle Berichte deuten nun darauf hin, dass die nächsten Entwicklungsschritte beim iPhone 18 Pro (erwartet für 2026) eine überraschende Abkehr von der gewohnten Symmetrie mit sich bringen könnten.
iPhone 14 Pro Dynamic Island Anzeige
Die Evolution der iPhone-Front: Ein historischer Rückblick
Um die Tragweite der geplanten Änderungen für das Jahr 2026 zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die bisherige Entwicklungsstrategie Apples.
Die Ära der breiten Ränder (2007–2016)
Vom ursprünglichen iPhone bis zum iPhone 7 dominierten breite Ränder am oberen und unteren Gehäuserand das Design. Diese Flächen waren notwendig, um Komponenten wie den Home-Button, den Lautsprecher, Näherungssensoren und die Frontkamera unterzubringen. Um die Jahre 2015 und 2016 wirkte dieses Design zunehmend veraltet, da Konkurrenten im Android-Lager bereits schmalere Ränder einführten und Fingerabdrucksensoren auf die Rückseite verlagerten.
Der Wechsel zur Notch (2017)
Mit dem iPhone X reagierte Apple auf diesen Marktdruck. Der Verzicht auf Touch ID zugunsten von Face ID ermöglichte die Einführung der „Notch“ (Einkerbung). Dies war ein massiver Schritt, der das Verhältnis von Display zu Gehäuse drastisch verbesserte, während alle notwendigen Sensoren in der oberen Mitte verblieben.
Die Einführung der Dynamic Island
In den darauffolgenden Jahren verfeinerte Apple die Notch schrittweise, bis sie in der iPhone 14 Pro-Serie zur „Dynamic Island“ transformiert wurde. Diese pillenförmige Aussparung, die auch im aktuellen iPhone 16 zu finden ist, integriert Hardware und Software nahtlos und macht den toten Raum interaktiv.
Der Fahrplan bis 2026: Face ID verschwindet unter dem Display
Während für das kommende iPhone 17 keine strukturellen Änderungen an den Displayrändern erwartet werden, bereitet Apple für die Jahre 2026 und 2027 größere Anpassungen vor.
Branchenexperten gehen davon aus, dass Apple bis 2026 die technischen Voraussetzungen geschaffen haben wird, um die Face ID-Sensoren vollständig unter das Display zu verlegen. Dies wäre ein Meilenstein in der Display-Technologie. Durch diesen Schritt entfällt die Notwendigkeit für die pillenförmige Aussparung, die derzeit die Dynamic Island definiert.
Face ID Technologie unter dem Display
Das Resultat für das iPhone 18 Pro wäre eine Reduzierung der sichtbaren Unterbrechungen auf ein Minimum. Lediglich ein kleines Loch für die Kameralinse (Hole-Punch) würde im aktiven Displaybereich verbleiben.
Kontroverser Design-Leak: Die Kamera wandert nach links
Ein neuer Bericht von Wayne Ma (The Information) bringt ein Detail ins Spiel, das mit Apples bisheriger Designsprache bricht. Laut Quellen mit direktem Wissen über die Pläne könnte die verbleibende Aussparung für die Frontkamera an einer ungewöhnlichen Stelle positioniert werden: in der oberen linken Ecke des Displays.
„Das Design des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max wird nur einen kleinen Lochausschnitt in der oberen linken Ecke für die Frontkamera enthalten […]. Dieses Design ist ein Vorläufer für mindestens ein iPhone-Modell im Jahr 2027, das die Frontkamera unter dem Bildschirm platziert.“ – Bericht basierend auf The Information
Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, würde Apple ein Designelement übernehmen, das bei einigen Android-Smartphones in der Vergangenheit bereits Anwendung fand. Für Apple wäre dies jedoch eine signifikante Abkehr von der zentralen Symmetrie, die seit dem ersten Modell ein Markenzeichen der iPhone-Front war.
Strategische Implikationen und das 20-jährige Jubiläum
Diese Designentscheidungen sind nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines langfristigen Plans. Das Jahr 2027 markiert das 20-jährige Jubiläum des iPhones. Experten vermuten, dass Apple diesen Meilenstein nutzen möchte, um das „ultimative“ iPhone zu präsentieren: ein Gerät mit einem echten Edge-to-Edge-Display, bei dem auch die Frontkamera unsichtbar unter dem Bildschirm liegt.
Das iPhone 18 Pro (2026) fungiert in diesem Szenario als technologische Brücke. Es führt die Unter-Display-Face-ID ein, behält aber die physische Kameraöffnung bei, um die Bildqualität zu gewährleisten, bis die Under-Display-Camera (UDC) Technologien den hohen Standards von Apple entsprechen.
Analyse: Wie passt dies zur Benutzeroberfläche?
Die Positionierung der Kamera in der oberen linken Ecke wirft Fragen zur Software-Integration auf.
- Aktueller Stand: Die Frontkamera sitzt heute leicht rechts von der Mitte, wird aber durch die Software der Dynamic Island visuell zentriert.
- Mögliche Anpassung: Apple könnte die Dynamic Island-Benutzeroberfläche nach links erweitern. Dies würde den asymmetrischen Ausschnitt integrieren und gleichzeitig mehr Platz in der Mitte und rechts für Status-Icons und Live-Aktivitäten schaffen.
Dennoch bleibt die Platzierung in der Ecke ein Risiko für die visuelle Balance, auf die Apple traditionell großen Wert legt. Es bleibt abzuwarten, wie iOS 20 (das voraussichtliche Betriebssystem im Jahr 2026) diese Hardware-Veränderung softwareseitig auffangen wird.
Fazit
Der Weg zum vollflächigen Display ist technisch anspruchsvoll. Die Verlagerung von Face ID unter den Bildschirm ist der logische nächste Schritt für das iPhone 18 Pro. Die Positionierung der Kamera in der oberen linken Ecke wäre eine mutige, wenn auch untypische Entscheidung für Apple. Sie deutet jedoch darauf hin, dass das Unternehmen bereit ist, etablierte Design-Normen zu hinterfragen, um die Vision des „perfekten Rechtecks“ bis zum Jubiläumsjahr 2027 zu realisieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann erscheint das iPhone 18 Pro?
Das iPhone 18 Pro wird voraussichtlich im September 2026 vorgestellt, basierend auf Apples traditionellem Veröffentlichungszyklus.
Was ist der Vorteil von Face ID unter dem Display?
Diese Technologie ermöglicht es, die Sensoren unsichtbar zu machen, wodurch mehr aktive Bildschirmfläche zur Verfügung steht. Nutzer erhalten ein immersiveres Erlebnis ohne störende schwarze Balken oder Pillen-Ausschnitte, während die Sicherheit von Face ID erhalten bleibt.
Wird die Frontkamera beim iPhone 18 Pro schlechter sein?
Nein, es ist nicht zu erwarten, dass die Qualität leidet. Da Apple beim iPhone 18 Pro voraussichtlich noch auf einen physischen Ausschnitt (Hole-Punch) setzt und nicht auf eine Kamera unter dem Display, bleibt die optische Qualität der Linse unbeeinträchtigt. Erst bei Modellen mit Unter-Display-Kamera (geplant für 2027) ist die Bildqualität eine technische Herausforderung.
Warum plant Apple die Kamera in der oberen linken Ecke?
Genaue Gründe sind noch Spekulation. Technisch könnte dies Platz im Inneren des Geräts für andere Komponenten schaffen oder die Integration der Unter-Display-Sensoren im zentralen Bereich erleichtern. Designtechnisch könnte es den zentralen Bereich für ungestörte Benachrichtigungen freigeben.
Quellenangaben
- The Information – Bericht von Wayne Ma über Apples Zeitpläne für iPhone-Veröffentlichungen.
- 9to5Mac – Analyse zu Under-Screen Face ID und Design-Leaks.
- Ross Young – Display Supply Chain Consultants (DSCC) Prognosen zur Display-Technologie.
