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Wichtige Erkenntnisse
- Design-Änderung: Berichte deuten darauf hin, dass die Selfie-Kamera beim iPhone 18 Pro von der Mitte in die obere linke Ecke verschoben wird.
- Technologie-Sprung: Das Face ID-Modul soll unsichtbar unter das Display wandern, während die Kamera als “Punch-Hole” sichtbar bleibt.
- Dynamic Island: Trotz der Verschiebung bleibt die funktionale “Dynamic Island” erhalten und passt sich der neuen Position an.
- Strategische Ausrichtung: Diese Änderung ermöglicht Apple eine effizientere Nutzung der internen Komponenten und eine Abgrenzung zum Vorgängermodell.
Das iPhone-Design durchläuft einen kontinuierlichen Evolutionsprozess, der oft Jahre im Voraus geplant wird. Aktuelle Leaks und Analystenberichte zum iPhone 18 Pro deuten auf eine signifikante visuelle Veränderung hin. Die Erwartungen konzentrierten sich bisher auf eine zentrierte Punch-Hole-Kamera mit unter dem Display verborgenen Sensoren. Neue Informationen stellen diese Annahme jedoch infrage und skizzieren ein alternatives Layout, das die Benutzeroberfläche von iOS grundlegend beeinflussen könnte.
Für Investoren und Marktbeobachter ist dies relevant, da Designänderungen bei Apple oft neue Fertigungsverfahren erfordern, die sich auf die Aktienkurse von Zulieferern wie Samsung Display oder LG Display auswirken. Wir analysieren die Details dieser potenziellen Neugestaltung und ihre Auswirkungen auf den Markt und die Nutzererfahrung.
Die Neupositionierung der Frontkamera
Bislang gingen Experten davon aus, dass Apple beim iPhone 18 Pro das Face ID-Modul komplett unter das Panel verlegt und lediglich eine kleine, zentrierte Aussparung für die Kamera beibehält. Ein aktueller Bericht von The Information widerspricht dieser These. Demnach plant Apple, die Selfie-Kamera in die obere linke Ecke des Displays zu verschieben – genau dorthin, wo sich aktuell die Uhrzeit befindet.
Diese Designentscheidung wäre ein Bruch mit der seit dem iPhone X etablierten Symmetrie der “Notch” und der späteren “Dynamic Island”. Jon Prosser, ein bekannter Tech-Analyst, hat basierend auf diesen Informationen Renderings erstellt, die visualisieren, wie dieses Layout in der Praxis aussieht.
Renderbild des iPhone 18 Pro mit Selfie-Kamera und Dynamic Island in der oberen linken Ecke
Gründe für die Asymmetrie
Technisch gesehen ist der Platz im Inneren eines Smartphones hart umkämpft. Die Verschiebung der Kamera könnte notwendig sein, um Platz für neue Komponenten im zentralen Bereich zu schaffen oder um Interferenzen mit dem komplexen Under-Display-Face-ID-System zu minimieren. Ein seitliches Modul erlaubt oft eine effizientere Anordnung der Hauptplatine und kann Raum für größere Akkus schaffen.
Die Evolution der Dynamic Island
Die Einführung der Dynamic Island beim iPhone 14 Pro war Apples Antwort auf die Notwendigkeit, Hardware-Aussparungen durch Software-Funktionen zu kaschieren. Viele Beobachter stellten die Frage, ob Apple dieses Feature aufgeben würde, sobald die Sensoren unsichtbar werden. Die klare Antwort der Analysten lautet: Nein.
Die Dynamic Island hat sich als zentrales UI-Element etabliert, das Hintergrundaktivitäten wie Timer, Musiksteuerung oder Navigationshinweise anzeigt. Prosser argumentiert, dass dieses Feature zu wertvoll für die User Experience (UX) ist, um es ersatzlos zu streichen. Stattdessen würde die Software-Insel mit der Hardware-Kamera nach links wandern.
Anpassung der Benutzeroberfläche
Eine Verschiebung nach links erfordert eine Umstrukturierung der Statusleiste in iOS 19 oder iOS 20.
- Uhrzeit: Müsste von links nach rechts oder in die Mitte wandern.
- Status-Icons: Signalstärke, WLAN und Batterie müssten neu arrangiert werden.
- Interaktion: Die Bedienung der Dynamic Island mit dem Daumen könnte für Rechtshänder schwieriger werden, da die obere linke Ecke am weitesten entfernt liegt.
Das folgende Vergleichsbild verdeutlicht den visuellen Unterschied zwischen der aktuellen zentrierten Lösung und dem vorgeschlagenen Layout oben links.
Vergleich zwischen zentrierter und linksbündiger Position der Dynamic Island auf dem iPhone Display
Technische Herausforderungen: Under-Display Face ID
Der Kern dieser Designänderung liegt in der Technologie, die sie überhaupt erst ermöglicht: Sensoren unter dem Display. Apple arbeitet seit Jahren daran, die Infrarot-Sender und -Kameras für Face ID so zu platzieren, dass sie durch die Pixelmatrix des OLED-Panels hindurchsehen können, ohne an Präzision zu verlieren.
Hürden bei der Entwicklung
- Lichtdurchlässigkeit: Das Display muss an der Stelle der Sensoren transparent genug sein, damit Infrarotlicht passieren kann.
- Pixeldichte: Eine Reduzierung der Pixeldichte über dem Sensor (um Licht durchzulassen) darf für das menschliche Auge nicht als Qualitätsmangel sichtbar sein.
- Sicherheit: Die biometrische Sicherheit darf unter keinen Umständen leiden, da Face ID für Apple Pay und sensible Datenzugriffe genutzt wird.
Die Entscheidung, die Kamera (RGB-Sensor) nicht unter das Display zu legen, sondern als Punch-Hole zu belassen, deutet darauf hin, dass die Bildqualität von Under-Display-Kameras (UDC) noch nicht Apples hohen Standards entspricht. Zulieferer kämpfen weiterhin mit Problemen wie Lichtstreuung und reduziertem Kontrast bei UDC-Lösungen.
Marktanalyse und Auswirkungen auf Zulieferer
Für Investoren im Bereich Apple Aktien und Tech-Sektor ist die Lieferkette entscheidend. Die Produktion von Displays mit selektiver Transparenz für Face ID ist komplex und teuer. Hauptprofiteure dieser Technologie dürften Samsung Display und LG Display sein, die massiv in fortschrittliche OLED-Fertigungslinien investieren.
Wenn Apple dieses Design für das iPhone 18 Pro (voraussichtlich 2026) wählt, signalisiert dies einen neuen Zyklus im “Super-Cycle” der Smartphone-Upgrades. Historisch gesehen führen signifikante Designänderungen zu höheren Verkaufszahlen, da das Gerät sofort als “neu” erkennbar ist. Dies könnte den Umsatz in der Sparte “Wearables, Home and Accessories” ebenfalls ankurbeln, da neue Hüllen und Zubehör benötigt werden.
Wettbewerbsumfeld
Android-Konkurrenten nutzen bereits seit Jahren Punch-Hole-Kameras, meist zentriert oder links. Samsung hat bei der Galaxy Fold-Serie bereits mit Under-Display-Kameras experimentiert. Apple wartet traditionell, bis eine Technologie ausgereift ist (“Late Adopter, but Perfecter”). Die Beibehaltung der physischen Kameraöffnung zeigt, dass Fotoqualität für Apple Priorität vor einem komplett unterbrechungsfreien Display hat.
Fazit: Mut zur Asymmetrie?
Die mögliche Verschiebung der Selfie-Kamera und der Dynamic Island in die obere linke Ecke wäre eine mutige Entscheidung. Sie bricht mit der Symmetrie, die Apple-Designs oft auszeichnet, bietet aber funktionale Vorteile bei der Platznutzung im Gehäuseinneren. Solange die Software (iOS) die neue Position intelligent nutzt – etwa durch eine Erweiterung der Insel über die gesamte Bildschirmbreite bei Aktivität – könnte sich das Auge der Nutzer schnell daran gewöhnen.
Für Marktteilnehmer bleibt die Beobachtung der Halbleiter- und Display-Industrie essenziell. Sollte sich dieses Gerücht verfestigen, werden wir entsprechende Bewegungen bei den Zulieferern sehen. Apple beweist erneut, dass Hardware und Software nicht getrennt betrachtet werden können; die Dynamic Island ist das Bindeglied, das auch bei neuer Hardware-Positionierung bestehen bleibt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann erscheint das iPhone 18 Pro?
Nach dem üblichen Veröffentlichungszyklus von Apple wird das iPhone 18 Pro voraussichtlich im September 2026 vorgestellt.
Warum verschiebt Apple die Kamera nach links?
Die Verschiebung dient wahrscheinlich der Optimierung des internen Platzangebots. Durch das Versetzen der Kamera können andere Komponenten wie Face ID-Sensoren oder Motherboard-Elemente effizienter angeordnet werden, was möglicherweise größeren Akkus zugutekommt.
Verschwindet die Dynamic Island beim iPhone 18 Pro?
Nein, die Dynamic Island bleibt erhalten. Obwohl die Sensoren unter das Display wandern, behält Apple die Software-Funktion bei, da sie für Multitasking und Live-Aktivitäten unter iOS essenziell geworden ist. Sie wird sich lediglich an die neue Position der Kamera anpassen.
Wird die Qualität der Selfies schlechter, wenn die Kamera unter dem Display ist?
Beim iPhone 18 Pro wird die Selfie-Kamera voraussichtlich nicht unter dem Display liegen, sondern als “Punch-Hole” (Loch im Display) ausgeführt sein. Dadurch bleibt die Fotoqualität auf gewohnt hohem Niveau, im Gegensatz zu aktuellen Under-Display-Kameras, die oft unter Unschärfe leiden.
Welche Zulieferer profitieren von der neuen Display-Technologie?
Hauptlieferanten für die neuen OLED-Panels mit Under-Panel-Sensor-Technologie dürften Samsung Display und LG Display sein. Diese Unternehmen entwickeln die notwendigen Fertigungsverfahren, um Face ID unsichtbar zu integrieren.
Quellenverzeichnis
- The Information. (2026). Inside Apple’s iPhone Road Map: Foldable Screens, Curved Glass Cases. Abgerufen von The Information
- 9to5Mac. (2026). iPhone 18 Pro selfie camera and Dynamic Island rumors. Abgerufen von 9to5Mac
- Ross Young, Display Supply Chain Consultants (DSCC). (2025). Future of OLED and Under-Display Technologies.
- Apple Inc. (2026). Developer Documentation for iOS Layouts. Abgerufen von Apple Developer
